Giftköder

Harmloses_Wurtsstückchen.png

Unscheinbares Wurststückchen

Tödlicher_Inhalt.png

mit tödlichem Inhalt

Die Gefährlichkeit dieser Variante liegt an der Inkubationszeit.

Das oft verwendete Rattengift wurde extra mit Verzögerung entwickelt. Ratten sind sehr intelligente Nager und schicken eine Art ,Vorkoster' vor. Würde dieser sofort Anzeichen einer Vergiftung zeigen, bliebe der Rest der Köder von den anderen Ratten unbeachtet. Deshalb dauert es nach der Aufnahme bis zu 15 Stunden, bis die Wirkung des Giftes einsetzt.

Dies mit dem Ziel, möglichst alle Ratten des Rudels zu erwischen.

Klingt grausam, ist es auch, wird aber so praktiziert.

Nach dieser Zeitspanne bringen Herrchen oder Frauchen die Symptome des Tieres natürlich nicht mehr mit einer möglichen Vergiftung in Verbindung und wertvolle Zeit zur Rettung wird unwissentlich vertrödelt.

Nur bei sofortiger Hilfe besteht die Möglichkeit, daß das Tier diesen feigen Anschlag überlebt.

Wie viele andere Wildtiere, die ebenfalls manchmal Aas aufnehmen, solchen Giftködern zum Opfer fallen, findet man natürlich in keiner Statistik. Denkt nur an Füchse, Dachse, Marder, Bussarde und viele mehr.

Völlig unvorstellbar ist das Szenario, daß sich ein kleines Kind über das gefundene leckere Würstchen freut und dieses verzehrt.... Krank, einfach nur krank!